Terminator

Terminator

10. August 2026 Hel Film

Terminator ist von Kultregisseur James Cameron, hat eine Lauflänge von 107 Minuten und erschien im Jahr 1984. Der Film hat das Szenario rund um Cyborgs, dystopische Tech-Zukunften und Zeitreisen populär gemacht und war der erste von sechs Terminator-Filmen, denen auch eine Fernsehserie sowie der Netflix-Anime Terminator Zero folgten. Im August 2026 wurde Terminator im Rahmen der Best-Of-Cinema-Reihe erneut in den Kinos gezeigt. Eine Chance, die ich mir nicht habe nehmen lassen.

Sarah Connor (Linda Hamilton) führt eigentlich ein unscheinbar harmloses Leben, wohnt mit ihrer Freundin Ginger (Bess Motta) in einer Wohnung, arbeitet und geht nachts gerne aus. Doch als sie in den Nachrichten hört, dass mehrere Frauen mit dem Namen Sarah Connor getötet wurden und der etwas sonderbar wirkende Kyle Reese (Michael Biehn) behauptet, dass er aus der Zukunft stamme und sie vor einem Terminator (Arnold Schwarzenegger) beschützen müsse, stellt sich das Leben der jungen Frau auf den Kopf und eine schier aussichtslose Flucht beginnt.

I’ll be back

Das Schauspiel in Terminator kann jederzeit begeistern und die Auswahl der Darstellenden ist gut gewählt gewesen, da diese die wortkarge Atmosphäre des Films treffend transportieren. Gerade Arnold Schwarzenegger blüht in der Rolle als Terminator auf und hat mit dem legendären Zitat „I’ll be back“ Kultstatus erreicht. Mit Lance Henriksen, Bill Paxton und Michael Biehn hat Regisseur James Cameron nebst seinem Terminator-Darsteller sogar Schauspieler gefunden, mit denen er gern über das Terminator-Franchise hinaus arbeitet.

Einzig die Chemie zwischen Linda Hamilton als Sarah Connor und Michael Biehn als Kyle Reese will nicht ganz wirken. Er ist zwar jederzeit als ihr unfreiwilliger Retter erkennbar, aber die Romanze oder gar Liebesbekundung wirken hanebüchen und unwirklich konstruiert. Zudem sind das die kleinen Momente, in denen Terminator kurzzeitig droht, dröge zu werden.

Der Horror der KI

Trotz einem kleinen Budget von 6 bis 7 Millionen Dollar und mittlerweile klar erkennbaren Effekte, kann Terminator voll überzeugen und besonders mit dem Charme der Stop-Motion-Effekte für Unterhaltung sorgen. Zudem wirkt der Film nie wie reine Action, sondern dank Home-Invasion-Elementen und einer gnadenlos, unaufhaltsamen Bedrohung vereinzelt wie ein Horrorfilm mit adrenalingeladenen Actionszenen. Das sieht auch über vierzig Jahre später auf der großen Kinoleinwand immer noch gut aus.

Zudem schafft James Cameron es mit Terminator perfekt, dass der Horror nicht immer nur von einem Dämon, einem Monster aus der Tiefe oder einem Alien wie in Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt stammen muss. Der Horror ist ein menschengemachtes Schicksal, in dem mechanische Supersoldaten und eine sich verselbstständigte KI die Mutter des Anführer des menschlichen Widerstands vernichten will. Durch die durch Menschen entstandene Bedrohung und einen Blick in unsere Zeit wirkt Terminator damit weitaus gruseliger, als es ein Conjuring jemals sein könnte.

Der ein Dollar Deal

James Cameron hat das Drehbuch zu Terminator zwar selbst geschrieben, aber dieses bereits im Jahr 1983 an Gale Anne Hurd für einen Dollar verkauft. Die Bedingung war, dass er den Film inszenieren durfte und größtenteils Freiheit bekam. Kurz danach ging das Filmstudio Orion pleite, Arnold Schwarzenegger konnte aber das Studio Carolco überzeugen, die Rechte von Terminator zu erwerben und später auch James Cameron ins Boot holen, um Terminator 2 zu schreiben und später zu inszenieren. James Cameron bereut aber gerade mit Entwicklung des Franchise den Verkauf der Rechte, hatte aber dennoch nie die Muße sich mit Arnold Schwarzenegger die Rechte zurück zu holen.

Als Carolco Konkurs anmelden musste, hat StudioCanal die Vertriebsrechte von Terminator 2: Tag der Abrechnung übernommen. Die Urheberrechte des Franchise liegen nach Ablauf einer 35-Jahresfrist wieder bei James Cameron und Gale Anne Hurd, während die operativen Produktionsrechte für neue Filme bei Skydance Media und damit David Ellison, der zudem Paramount gekauft hat und Warner Bros. mit Trumps Segen kaufen wollte, liegen. Zukünftige Projekte sollen zwar mit James Cameron in Zusammenarbeit stehen, aber der Regisseur ist mittlerweile in seinem Avatar-Franchise mit blauen Aliens vertieft und an der Terminator Front ist es abseits der Netflix-Serie Terminator Zero still geworden.

Fazit

Terminator ist auch immer noch über vierzig Jahre später zurecht ein Klassiker mit Kultstatus und konnte auf der Kinoleinwand dank der Best-of-Cinema-Reihe bestens überzeugen. Die Ursprünge des weltbekannten Franchise sowie die Darstellung sind grundsolide und das Thema der sich verselbstständigenden KI ist in Zeiten, in denen davon gesprochen wird, dass Grundwasser für KI wichtiger sei, als für Menschen, aktueller denn je. Und auch, wenn Cameron leider mittlerweile zu den Befürwortern von KI in der Filmszene zählt, bleibt Terminator eine klare Empfehlung und als Warnung zu verstehen.

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