Jackass Forever

22. Juni 2026 Hel Film

In Vorbereitung auf Jackass: Einer geht noch, welcher am 25.06.2026 in den deutschen Kinos startet, hat mich wieder die Lust auf Jackass und insbesondere Jackass Forever gepackt. Letzterer erschien im Jahr 2022, wurde mitten in der Corona-Pandemie gedreht und wirkt vom Vibe ähnlich zum jetzt erscheinenden fünften Teil, welcher auch der letzte Teil des Jackass-Franchise sein soll.

In Jackass Forever kommt die Crew um Johnny Knoxville, Steve-O, Chris Pontius, Dave England, Wee Man, Preston Lacy und Co. nach über zehn Jahren erneut zusammen, um mal wieder so richtig auf die Kacke zu hauen. Grenzen werden wieder getestet, ausgeweitet oder auch neu entdeckt. Aber eins darf nicht vergessen werden: Der Spaß steht in Jackass Forever trotz all der schmerzlich ekelhaften Erfahrungen immer an erster Stelle.

Ist Jackass erwachsener geworden?

Jackass hatte nicht zuletzt dank MTV den Ruf von etwas Wildem, Jugendlichem, Verruchtem und war selbst zum Anschauen wie eine verbotene Mutprobe. Aber in Jackass Forever, über zehn Jahre nach Jackass 3, ist die Truppe deutlich älter geworden (Johnny Knoxville hat mittlerweile weiße Haare), und es stellt sich schon die Frage, ob das jugendhafte Draufgängerverhalten noch realistisch ist. Aber Jackass Forever nimmt die Angst und Sorgen aus der Frage. Das Szenario ist zwar vereinzelt bodenständiger, aber es ist immer noch dieselbe Chaotentruppe.

Dazu gehört, dass die Art des Films nicht erwachsener als früher geworden ist. Jackass Forever bietet immer noch Fäkalhumor, regelmäßig Szenen, in denen primäre Geschlechtsorgane Teil der Stunts sind und auch gern mal als Godzilla verkleidet werden. Und auch der typische Draufgängerhumor der Vorgänger fehlt nicht und wirkt dank der sympathisch-progressiven Art der Protagonisten nicht übertrieben toxisch oder Machohaft.

Ist bessere Qualität automatisch besser?

Jackass Forever ist sein Budget von 10 Mio. Dollar (dasselbe Budget wie Backrooms) anzumerken. Die Bildqualität hat gegenüber den Vorgängern deutlich zugenommen, es gibt bessere Kameras, Nachtsichtgeräte und größere Stunts, welche man schon lange realisieren wollte. Doch auch wenn das Budget mehr Spielraum gibt und mehr Sachen ermöglicht, sieht Jackass Forever fast schon ein bisschen zu clean aus und verliert damit den roughen Charakter der Vorgänger.

Dennoch ist es bemerkenswert, dass die Truppe um Johnny Knoxville Paramount während der Coronapandemie 10 Millionen Dollar Budget entlocken konnte. Nicht nur das: Jackass Forever war eine der ersten Hollywood-Produktionen, welche während der Pandemie ein Sicherheitskonzept vorlegen konnten, welches regelmäßiges Testen, Sicherheit am Set und dennoch einen reibungslosen Drehablauf garantierte.

Muss das wirklich sein?

Bei all den Stunts, die Jackass Forever bietet, stellt sich immer wieder eine Frage: Warum die Stunts mit den Tieren? Denn die Schlange, die Bienen, die Spinne und weitere gezeigte Tiere sind keine Darstellenden wie Eric Manaka, Rachel Wolfson oder Zach Holmes, die wissen, worauf sie sich einlassen und jederzeit „Stop“ sagen können. Die Tiere beißen, stechen und rammen die menschlichen Teilnehmer nicht, weil sie dem Publikum eine gute Show bieten wollen, sondern weil sie unter Stress stehen und sich bedroht fühlen. Und dabei bieten Jackass Forever sowie Jackass 4.5 genug Stunts ohne Tiere, welche dennoch typisch Jackass sind.

Fazit

Auch nach über zehn Jahren konnte Jackass Forever Fans weiterhin begeistern und ist einer der Gründe, weshalb sich Fans der Reihe jetzt auch auf Jackass: Einer geht noch freuen werden und hoffentlich auch können. Die Crew bleibt sympathisch, ist progressiv und zeigt Stunts, welche für Ekel, Fremdscham, aber auch für Faszination und Lacher sorgen. Dennoch müssen die Stunts mit den Tieren nicht sein. Auch wenn diese zwar nicht physisch verletzt wurden, ist die Stresssituation dennoch unnötig.

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