Mortal Kombat II

Mortal Kombat II

3. Juni 2026 Hel Film

Mortal Kombat II erschien im Mai 2026 in den deutschen Kinos, ist der direkte Nachfolger zu Mortal Kombat (2021) und wurde wieder von Regisseur Simon McQuoid inszeniert. Im zweiten Teil geht es im Gegensatz zum Vorgänger wirklich um die Kämpfe auf Leben und Tod. Mitten in diesem Event muss Johnny Cage (Karl Urban) seinen Platz finden und sich eingestehen, dass er von nun an ein Teil der Truppe zu sein hat, die die Erde vor der Außenwelt beschützt.

Eine erfreuliche Steigerung

Storytechnisch hat Mortal Kombat II unerwartete Gemeinsamkeiten mit The Mandalorian & Grogu. Denn das Vorwissen des Vorgängers wird nicht wirklich benötigt, um die Handlung nachvollziehen zu können. Klar, um alle Einzelheiten zu verstehen, sollte man Mortal Kombat (2021) kennen, aber der nötige Kontext ergibt sich aus dem zweiten Teil sowie den Videospielen selbst. Zumal Cole Young (Lewis Tan) – der Protagonist aus dem ersten Teil – zu einer absoluten Randfigur degradiert wurde und sich auf Charaktere konzentriert, welche nicht so blass sind.

Mortal Kombat II gelingt es zudem sich sowie seine Handlung ernster zu nehmen und dennoch Raum für Humor plus ein trashig unterhaltsames Gefühl zu lassen. Der Film ist in der Art der Dialoge deutlich feinfühliger, Witze und Oneliner werden nicht am laufenden Bande abgeliefert, sondern gezielter eingesetzt und können deutlich mehr als noch in Mortal Kombat (2021) überzeugen. Ein weiterer Vorteil ist ein Verweis auf unsere echte Popkultur, wie John Wick oder Herr der Ringe, wodurch sich die Welt greifbarer und das Schicksal um diese ernster anfühlt.

Endlich überzeugende Welten

Greifbare Welten sind hier ein wichtiges Thema. Denn während Mortal Kombat (2021) leere, triste sowie uninteressante Welten bot, welchen die Produktion in der Pandemie anzusehen ist, kann Mortal Kombat II mit verspielten, aber auch lebendigen Sets punkten, welche deutlich mehr, als diese leere Steinwüste oder der verlassen Schrottplatz begeistern. Mortal Kombat II selbst macht sich sogar in einem Moment über die Sets seines Vorgängers lustig und versöhnt sich damit mit den Fans, welche zuerst enttäuscht waren.

Und auch die Computereffekte können mehr von sich überzeugen, als noch im Vorgänger. Mortal Kombat II setzt zwar immer noch auf CGI-Blut, aber da der Film seinen eigenen Look hat, welcher stark an den Grafikstil der Videospielvorlage erinnert, stört es weniger und wirkt nicht mehr uncanny. Und genau dieser optische Stil ist ein Segen für den Film. Denn wenn es zu den Fatalities und gore-lastigen Kills kommt, welche eine Hommage an die Videospiele sind, braucht es diesen Look, damit die Stimmung locker unterhaltsam bleibt.

Der Karate-Hollywoodstar

Dass der Fokus bei den Charakteren verschoben wurde, war eine der besten Ideen, welche für Mortal Kombat II getroffen werden konnte. Anstatt dem blassen Cole gibt es nun Karl Urban als gescheiterten Hollywoodstar Johnny Cage. Dieser spielt die Rolle geschickt lässig, erinnert aber entfernt an seine Rolle aus der Amazon-Serie The Boys. Zudem gehen die Charaktere deutlich besser miteinander um und die Chemie zwischen Johnny Cage, Sonya Blade (Jessica McNamee) sowie Jax Briggs (Mehcad Brooks) fühlt sich unterhaltsam spaßig an.

Selbst ein Kano (Josh Lawson) bekommt in Mortal Kombat II eine erfreuliche neue Chance, nachdem dieser im ersten Teil ein etwas zu nerviger Comic-Relief-Charakter war, welcher nicht den Rand halten konnte. Der Söldner ist zwar immer noch ein Kotzbrocken, aber dabei deutlich zurückhaltender und irgendwo sympathischer. Dass bei ihm ein Gang zurück geschaltet wurde und Antagonisten wie Shang Tsung (Chin Han) nicht mehr zu überzeichnet sind, ist genau der step back, der der Reihe gut getan hat.

Endlich Mortal Kombat

Mortal Kombat II fokussiert sich nun endlich auf die namensgebenden Kämpfe und bietet damit auch genug Raum für Actionszenen. Diese machen Spaß und erinnern auch mehr an die Kämpfe aus der Videospielvorlage. Es sind zwar keine perfekten Choreografien wie aus Filmen wie The Raid oder Oldboy (2003), aber dank einer Selbstironie mit dem gewissen Augenzwinkern sowie der stimmigen Musik von Benjamin Wallfisch entsteht dennoch eine angenehm unterhaltsame Atmosphäre.

Fazit

Mortal Kombat II ist bei weitem nicht mehr so trashig wie sein Vorgänger uns spricht Fans der Vorlage sowie Menschen ohne Vorwissen gleichermaßen viel an. Dabei handelt es sich natürlich immer noch um ein Guilty Pleasure, aber ein qualitativ anspruchsvolleres sowie durchdachteres. Zudem geht der Film im Vergleich zum Vorgänger in den richtigen Momenten ein paar Stücke zurück und in anderen Momenten wiederum konsequent ein paar Stücke vor. Mortal Kombat II ist damit nicht nur für Fans des ersten Teils eine klare Empfehlung, wenn ein unterhaltsamer, nicht zu anspruchsvoller Film gesucht wird.

Vorheriger Mortal Kombat (2021)